Vineyard Altona

Die erste Gemeinde mit dem Namen Vineyard wurde im Jahre 1975 von Kenn Gulliksen und Team in der Nähe von Los Angeles gegründet und gehörte zum Netzwerk der „Calvary Chapel“. Dies war zu jener Zeit ein Gemeindeverbund, in den viele Hippies gingen, die sich für ein Leben mit Jesus entschieden hatten, und in dem vermehrt Zeichen und Wunder geschahen.

Im Unterschied zu den mit ihr im Verbund befindlichen Calvary-Chapel-Gemeinden war das Gemeindeleben dieser ersten Vineyard von dem Verständnis geprägt, nicht mehr selbst stark sein zu müssen und irgendetwas aus eigener Kraft tun zu können. Vielmehr sahen sich sowohl Leiter als auch Mitglieder als Lernende – als Jünger, die Hunger nach Gott hatten. Sie beteten viel füreinander, beteten Gott mit selbst geschriebenen Liebesliedern an und sehnten sich danach, Gottes Stimme besser zu hören und mehr von seinem Wirken zu erleben. Da diese Schwerpunktsetzung viele Menschen ansprach, entstanden schnell mehrere Vineyards, die aber alle weiterhin unter dem Dach der Calvary Chapel verblieben. Dass aus diesem Ansatz eine neue Gemeindebewegung entstehen könnte, hatte zu diesem Zeitpunkt niemand auf dem Plan.

Auch die Gemeinde von John Wimber, dem späteren Leiter der Vineyard-Bewegung, gehörte zur Calvary Chapel. Wimber hatte die Jahre zuvor als Gemeindeberater gearbeitet und viele Erfahrungen im Bereich Gemeindebau gesammelt. Seine Vision war es, eine Gemeinde zu bauen, in der Zeichen und Wunder an der Tagesordnung sind – so wie es die Apostelgeschichte in der Bibel über die ersten Gemeinden berichtet. Da genau dies in der Calvary Chapel zu geschehen schien, sah Wimber dort sein geistliches Zuhause. Zusammen mit den anderen im Calvary-Chapel-Verbund befindlichen Vineyard-Gemeinden wurde in den Gottesdiensten dem Heiligen Geist und den Geistesgaben viel Raum eingeräumt. Diese Schwerpunktsetzung behagte jedoch vielen Pastoren der Calvary Chapel nicht, so dass die zu diesem Zeitpunkt bestehenden sechs Vineyard-Gemeinden sich mehr und mehr dem Calvary-Chapel-Netzwerk entfremdeten und schließlich 1982 eine eigenständige Gemeindebewegung wurden und John Wimber zum Leiter des Verbundes bestimmten.

Gleich zu Beginn der neuen Vineyard unter Leitung von John Wimber in Anaheim/Kalifornien wurden alle Gemeindeglieder in kleine Hauskreise aufgeteilt, damit jede und jeder im Gemeindeleben wahrgenommen wurde und insbesondere Neue sich leichter in die Beziehungsstruktur der Gemeinde integrieren konnten. Kennzeichnend für die Vineyard mit ihrer Kleingruppenstruktur wurde das starke Wirken des Heiligen Geistes, das zu dieser Zeit neu aufbrach und für viele Menschen etwas Begeisterndes und bisher nicht Dagewesenes darstellte. Hinzu kam, dass es von Anfang an tiefe Überzeugung der Vineyard-Bewegung war, dass Gott nicht nur durch einzelne, besonders von Gott berufene Personen vollmächtig wirkt, sondern dass Gott jeden Christen ausrüsten möchte, anderen Menschen in der Kraft des Heiligen Geistes zu dienen.

Aufgrund dieser Offenheit für das Wirken des Heiligen Geistes sowie vieler Zeichen und Wunder, schlossen sich schon bald weitere 30 Gemeinden der Calvary Chapel der Vineyard-Bewegung an – allesamt Gemeinden, die sich nach mehr Wirken des Heiligen Geistes in ihren Gemeinden und Leben sehnten. In den Folgejahren wurden viele neue Gemeinden gegründet und schon bestehende schlossen sich der Vineyard-Bewegung an, so dass die Bewegung heutzutage in vielen Ländern der Welt zu finden ist und ca. 2.000 Gemeinden umfasst.

Wer noch mehr hierzu wissen möchte, dem sei das Buch „Natürlich übernatürlich - Die Geschichte der Vineyard-Bewegung“ von Marlin Watling empfohlen. Dieses kann bei uns am Infopoint für 9,95 € erworben werden oder hier bestellt werden.

 

Wie ist die Vineyard Hamburg-Altona entstanden?

Auch die Vineyard Hamburg-Altona ist eine von diesen neu gegründeten Gemeinden. Wir waren eine Gruppe von dreizehn im Westen Hamburgs wohnenden Christen und gehörten zur Vineyard in Hamburg-Bergedorf. Im Frühjahr 2000 entstand in dieser Gruppe die Vision der Gründung einer neuen Vineyard-Gemeinde. Uns war wichtig, in der Nähe unseres Wohnortes eine Gemeinde zu haben, in der wir uns richtig wohl fühlen und zu der wir problemlos unsere Freunde und Bekannten mitbringen können.

So diskutierten und beteten wir, wie diese Gemeinde wohl genau aussehen könnte und wie die Vision einer lebendigen Ortsgemeinde in die Tat umgesetzt werden könnte. Das Stadtteilfest „Altonale“ im September 2000 bot sich an, um diese Vision das erste Mal der Öffentlichkeit zu präsentieren und zum ersten Gottesdienst im Oktober 2000 im Stadtteilzentrum Haus Drei einzuladen. Alle waren bei der inhaltlichen Planung voll engagiert und ganz gespannt, auf welche Resonanz diese erste öffentliche Veranstaltung wohl stoßen würde. Obwohl der Gottesdienst sicher alles andere als perfekt lief, gab es von den (nur) 23 BesucherInnen ein durchweg positives Feedback. Dies muss sich wohl herumgesprochen haben, denn schon zu den nächsten, monatlich veranstalteten Gottesdiensten, kamen immerhin so ca. 50 BesucherInnen. Ab Januar 2002 feierten wir dann alle zwei Wochen Gottesdienst und wechselten als Gast in die Pfingstgemeinde Eimsbütteler Straße.

Zwischen August 2002 waren wir zur „Untermiete“ in der Josua-Gemeinde in der Daimlerstraße. Da sich die Gemeinde inzwischen sowohl qualitativ und quantitativ weiterentwickelt hatte, reichte eine Untermietsituation für die Bedürfnisse der Gemeinde nicht mehr wirklich aus, so dass wir uns auf die Suche nach eigenen Räumen machten. Dies sollte ein paar Jahre dauern, kam dann aber zu einem fulminanten und mit Wundern durchdrungenem Abschluss: Gott setzte viele Finanzen frei, sorgte dafür, dass es keine Mitbewerber gab und handelte an den externen Entscheidungsträgern, so dass wir ein Gemeindegebäude in der Virchowstraße 6 erwerben konnten. Seit Juli 2011 sind wir nun in diesen Räumlichkeiten, in die wir dich herzlich einladen.