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Predigt vom Sonntag, 16.05.2004
Christian Stimming zum Thema: 

Gottes Gerechtigkeit

 

Heute soll es in unserer Predigtreihe um die Charaktereigenschaften Gottes um seine Gerechtigkeit gehen. Da ich es liebe, Dinge zu ordnen, habe ich auch diese Predigt klar gegliedert:

Wir wollen

  1. überlegen, was wir unter dem Begriff Gerechtigkeit verstehen,
  2. Gottes Gerechtigkeit in der Bibel einmal ansehen,
  3. überlegen: „Was könnte eine menschliche Antwort darauf sein?“
  4. überlegen, was Christus damit zu tun hat
  5. die menschliche Antwort auf Christus und dessen Gerechtigkeit ansehen
  6. zusammenfassend überlegen, was das denn für uns heute heißt

 

Gottes Gerechtigkeit - große Worte. Was kommt euch denn so in den Kopf, wenn ihr das Wort „Gerechtigkeit“ hört?

(Aus der Gemeinde kommen diverse Antworten: „Wenn jeder gleich viel Gummibärchen kriegt“, „Was ist gerecht?“, „Angemessen behandelt werden“, „Schröders Ethikrat“, „richtig“, „anstrengend“, „schwer, den Maßstab zu erkennen“, „law and order“)

Mir selbst fällt dabei zunächst erst einmal etwas Negatives ein: Gerechtigkeit klingt für mich nach „Strafe“. Denn wo es Gerechtigkeit gibt, gibt es auch Regeln. Gottes Gerechtigkeit ist für mich auch strafend, und bums, kriege ich auch gleich eins auf den Deckel, wenn ich etwas nicht befolgt habe.

Gerechtigkeit hat zunächst einmal viele sehr unterschiedliche Facetten, die in dem Wort mit drin stecken. Ganz menschlich denken wir ja auch erst einmal daran, wenn es Unterschiede gibt, dass irgendjemand dafür sorgt, diese Unterschiede wieder auszugleichen. Also: Gerecht ist es dann, wenn vorhandene Unterschiede wieder ausgeglichen werden. Eine menschliche Gerechtigkeit läuft auf eine ausgleichende Gerechtigkeit hinaus. Mit allen Schwierigkeiten, die damit verbunden sind.  Denn manchmal geht ein Ausgleich nicht eben so.

Dann: eine zuteilende Gerechtigkeit. Wir sagen, es ist gerecht, wenn jeder erst einmal das Gleiche zugeteilt bekommt. Wenn jemand sich unrechtmäßig bereichert, sagen wir, es ist ungerecht. In einem Rechtsstaat, wie hier in Deutschland, sind dann auch Gerichte dafür da, die dem entgegentreten können. Auch das gehört zum menschlichen Begriff von Gerechtigkeit.

Jetzt möchte ich gern – Punkt 2 – das Menschliche daran erst einmal stehen lassen und fragen: „Was ist denn Gottes Gerechtigkeit.“ Dafür haben wir Gott sei Dank erst einmal das dicke Buch, wo wir mal nachgucken können, was Gott über sich selber erzählt.

Diese Predigt ist in sechs Unterpunkte gegliedert. Es gibt fünf Bibelstellen dabei. Jetzt kommt die erste:

Ich möchte ein paar Verse aus Psalm 85 lesen und dabei die Frage stellen: „Was ist Gottes Gerechtigkeit?“ Ich lese ab Vers 9: „Ich will hören, was Gott, der Herr, zu sagen hat: Er verkündet Frieden seinem Volk, denen, die ihn lieben. Doch sollen sie nicht in ihre alten Fehler zurückfallen. Eins ist sicher: er wird allen helfen, die ihm in Ehrfurcht begegnen. Seine Macht und Hoheit wird wieder in unserem Lande wohnen. Dann verbünden sich Güte und Treue, dann küssen einander Gerechtigkeit und Frieden. Treue wird aus der Erde sprießen, und Gerechtigkeit vom Himmel herabblicken. Der Herr selbst wird uns mit vielen Gütern beschenken und unsere Felder werden reiche Ernte einbringen. Ja, Gerechtigkeit wird unserem Herrn voraus gehen und ihm den Weg bahnen.“

Wir lesen hier, wie Gottes Gerechtigkeit als Eigenschaft Gottes beschrieben wird. Davon, was es für Gott bedeutet, dass er gerecht ist. Es bedeutet nämlich nicht nur, wie wir vorhin beschrieben haben, dass da irgendein Ausgleich geschehen ist, sondern viel mehr. Die Gerechtigkeit als Eigenschaft Gottes bewirkt ein Handeln von Gott zu den Menschen. Und zwar ein Handeln dazu, dass Gerechtigkeit von Himmel herabregnet, dass bei den Menschen Güte und Treue regiert, dass bei den Menschen Frieden sein wird. Das heißt: Gottes Gerechtigkeit ist seine Eigenschaft und die ist so umfassend und bewirkt einfach, dass Gott so anfängt, die Menschen zu beschenken: den Menschen leben zu schenken, überhaupt für eine Gesellschaft, für ein Volk dafür zu sorgen, dass sie überhaupt miteinander leben können – und dies auch innerhalb des Volkes Gerechtigkeit herrscht. Aber auch viel mehr. Gottes Gerechtigkeit ist die lebensschenkende Gerechtigkeit, eine Gemeinschaft mit ihm. Im Volk bewirkt es dann eine Gerechtigkeit untereinander und Frieden, Güte, Treue und sogar materiellen Wohlstand. Gottes Gerechtigkeit ist viel mehr als ein Ausgleich. Es ist ein Zustand für ein ganzes Leben, das gefüllt ist mit Güte und Treue.

„Es küssen sich Gerechtigkeit und Frieden“ – es gehört also zusammen bei Gott. Bei Gott ist es nicht nur der menschliche Begriff, sondern ein ganz großer Begriff, der sehr viel umfasst, nämlich das Leben, das Gott uns schenkt. Gerechtigkeit Gottes als eine Eigenschaft beschreibt, dass Gott das einfach tut. Er schenkt es, beschenkt hier das Volk, hier das Volk Israel, die Gesellschaft wird beschenkt dadurch, dass Gott sie segnet mit Güte, Treue und Frieden – und eben auch materiellem Wohlergehen, dass die Felder tatsächlich Ernte bringen und so. Also: bei Gott bedeutet Gerechtigkeit nicht nur eine abstrakte Regel, eine Rechtsnorm oder so etwas, sondern es ist ganz konkret das Leben, das er schenkt. Diese Eigenschaft Gottes, das er so gerecht ist, die uns zum Handeln bewegt, so wie er sie schenkt und ausgießt auf den Menschen, ist eine Eigenschaft, die auf Ewigkeit Bestand hat. Wie hier auch am Ende des Psalmes noch einmal gesagt wird: „Gerechtigkeit wird dem Herrn vorausgehen und ihm den Weg bahnen.“ Woanders heißt es: „Die Gerechtigkeit des Herrn wird in Ewigkeit regieren.“ Also: die ist auch wirklich von Dauer. Es ist nicht so, dass er mal gute Laune hat und mal schlechte. Nein, die Gerechtigkeit Gottes als lebensspendende Gemeinschaft ist wirklich immer da.

Punkt 3: Wie können Menschen da drauf antworten? Was wäre eine menschliche Reaktion darauf? Vielleicht kennen ein paar von euch den Psalm 23 auswendig: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grüner Aue…“ und Vers 3 heißt es dann: „…Er führet mich auf rechter Straße“ oder „…Er führet mich auf Pfaden der Gerechtigkeit.“ Da betet also der Psalmschreiber, wie er erfährt, wie Gott ihn auf Pfaden der Gerechtigkeit führt. Das ist der Ausdruck davon, dass Gottes Gerechtigkeit sich darin zeigt, dass er Leben schenkt und Frieden und so etwas, und dass ich als Mensch einfach nur empfangen kann. Ja, ich sehe, Gott führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit. Er führt mich auf gerechter Straße. Das heißt, Gerechtigkeit ist hier nicht, dass ich mit Gott anfange zu argumentieren: „Ja, Gott, du gibst schon ein paar gute Sachen. Und siehst du, ich habe hier auch einige Sachen gemacht, die doch gut sind. Ich habe mich um arme Leute gekümmert. Und da habe ich für einen Ausgleich gesorgt. Und hier habe ich für Recht gesorgt. Ich bin doch eigentlich auch ein ganz toller Hecht.“ Aber das ist nicht die menschliche Reaktion, von der wir in der Bibel lesen. Sondern was wir in der Bibel lesen, ist: Gott schenkt die Gerechtigkeit, und die Menschen können sie einfach nur empfangen.

In Jesaja 58 lesen wir von genau so einer Situation. Das jüdische Volk hatte in der Überlieferung die Gesetze von Gott empfangen, und darüber hinaus noch viele Regeln dazu genommen, wie denn ein gutes Leben vor Gott aussehen kann. In diesem Text nun klagt Gott die Menschen an und sagt, „Ihr befolgt ja einfach nur die Regeln, weil ihr das hier als Regeln toll findet. Aber das bringt euch überhaupt nichts. Denn ihr denkt, wenn ihr die Regeln einhaltet, dann seid ihr eigentlich auch ein toller Hecht, und Gott ist zwar gerecht, doch wenn ich mich an die Regeln halte, dann bin ich doch auch so ein bisschen gerecht.“ In Jesaja 58 sagt Gott: Das ist völlig Quatsch! Das geht überhaupt nicht. Ihr sollt hier nicht die Regeln einhalten, sondern (Jesaja 58, 6ff): „Ein Fasten, das mir gefällt, sieht anders aus. Löst die Fesseln der Menschen, die ihr zu Unrecht gefangen haltet, befreit sie vom drückenden Joch der Sklaverei und gebt ihnen die Freiheit wieder. Schafft jede Art von Unterdrückung ab! Gebt den Hungrigen zu essen, nehmt Obdachlose bei euch auf und wenn ihr jemandem begegnet, der in Lumpen herumläuft, gebt ihm Kleider! Helft, wo ihr könnt, und verschließt eure Augen nicht vor dem Elend eurer Mitmenschen.“ Das ist genau die Antwort Gottes darauf, wenn die Menschen denken, Gerechtigkeit würde bedeuten, ein paar Regeln einzuhalten, zum Beispiel hier ein paar Fastentage einzuhalten. Gott sagt: Das ist völliger Quatsch. Ich schenke euch die Gerechtigkeit, und alles, was ihr tun sollt, ist, das anzunehmen und dann euch auf Pfaden der Gerechtigkeit leiten zu lassen. Dann kommt ganz automatisch, dass ihr das tut und so die Gerechtigkeit untereinander lebt, wie ich mir das vorstelle. So dass ihr dann hier zum Beispiel unrechtmäßige Sklaverei wieder abschafft und euch um die Hungrigen kümmert. Das ist es, was Gott wirklich wichtig ist.

Ihm ist es nicht wichtig, dass da irgendwelche Regeln eingehalten werden, so dass man das dann irgendwann gegeneinander aufrechnen kann, so dass ich jetzt auch ein toller Hecht bin oder so etwas. Nein, die menschliche Reaktion auf Gottes Gerechtigkeit ist, dass wir das annehmen und uns dafür öffnen. Dann kommt es ganz von selber, dass wir uns in den Beziehungen untereinander, zwischen den Menschen ebenfalls Gerechtigkeit einkehrt.

Viertens: Was bedeutet es jetzt, dass Christus in die Welt gekommen ist? Ich habe vorher schon gesagt, Gottes Gerechtigkeit ist eine Eigenschaft von ihm, dass er nämlich Leben schenkt. Gottes Gerechtigkeit ist eine lebensspendende Gemeinschaft. Und jetzt, im Neuen Testament, kommt jetzt Christus als Gott selber in diese Welt, zeigt und lebt vor, wie Gott der Vater ist und stirbt am Ende für uns am Kreuz. Was bedeutet das für die Gerechtigkeit?

Die nächste Bibelstelle wäre Römer 3, 21. Da steht es nämlich ganz direkt: „Jetzt aber hat Gott eingegriffen und uns gezeigt, wie seine Gerechtigkeit aussieht, das heißt, wie wir - unabhängig vom Gesetz - vor ihm bestehen können. So bezeugt es die Heilige Schrift. Gott spricht nämlich jeden von seiner Schuld frei und nimmt jeden an, der an Jesus Christus glaubt. Nur diese Gerechtigkeit lässt Gott gelten.“ Da ist es jetzt noch einmal ultimativ in Christus bewiesen. Gottes Gerechtigkeit ist seine lebensspendende Gemeinschaft. Er schenkt sie uns einfach. Er gießt sie auf uns aus und uns bleibt wirklich nur überlassen zu sagen: OK, Gott – ich nehme das an. Nur das ist auch wirklich die Gerechtigkeit, die Gott gelten lässt. In Christus ist ultimativ bewiesen worden: Ich kann niemals anfangen wollen, mit Gott zu diskutieren. „Ich bin doch hier manchmal auch ein bisschen gut. Natürlich, da habe ich mal ein paar schlechte Sachen gemacht, aber eigentlich bin ich doch ganz gut…“ Nein, das Angebot, das uns in Christus entgegenkommt, ist umfassend, es ist das ultimative Handeln Gottes, das er uns schenkt, dass seitdem Gott nur noch diese Gerechtigkeit gelten lassen kann. Ganz eindeutig. Es gibt keinen anderen Weg, mit Gott noch in Beziehung zu sein, als dass wir an Christus glauben. Das heißt, unsere Antwort darauf ist: Wir können es einfach nur annehmen. Wir sind gerecht durch den Glauben an Christus. Da ist Gerechtigkeit und Glauben schon fast dasselbe. Denn in dem Moment, wo wir an Christus glauben, sagt Gott: OK, du gehst auf mein Angebot ein, und jetzt können wir hier zusammen sein. Das ist eine tolle Sache. So habe ich mir das gedacht.

Punkt 5: In 1. Petrus 2,24 sagt er das nämlich. Es ist nicht so, dass wir noch irgendetwas verdienen können. Sondern Gottes Gerechtigkeit entscheidet sich hier an dieser Stelle, dass Christus das ultimative Geschenk an uns ist. Mehr gibt es nicht: „Christus hat unsere Sünden auf sich genommen und uns selbst zum Kreuz hinauf getragen. Das bedeutet, dass wir frei sind von der Sünde und jetzt leben können, wie es Gott gefällt.“ Oder anders übersetzt: „Er hat unsere Sünden selber an seinem Leib auf das Holz hinaufgetragen, damit wir der Sünde gestorben sind und jetzt der Gerechtigkeit leben können.“ Hier steht es wieder: Gottes Gerechtigkeit verschenkt er einfach an uns. Er gießt sie auf uns aus. Es bleibt an uns lediglich die Frage: Können wir es annehmen? Wollen wir uns darauf einlassen? Und in diesem Moment, wo wir uns darauf einlassen, ist alles erledigt. Wir müssen nicht mehr anfangen, mit Gott zu handeln oder uns irgendwie vorhalten lassen, wir seien vielleicht doch ziemlich miese Menschen. Nein, in dem Moment, wo wir an Christus glauben, ist der Glaube unsere Gerechtigkeit und wir sind in der absoluten Beziehung mit Gott und können mit ihm in Kontakt sein. Da ist nichts mehr, was dazwischen steht.
Diese Gerechtigkeit können wir wirklich nicht verdienen. Es ist wirklich allein Gottes Geschenk an uns. Christus selber hat unsere Sünden auf sich genommen. Damit können wir jetzt der Gerechtigkeit dienen.

Damit komme ich auch zum Punkt 6: Zusammenfassung. Was heißt das jetzt? In 1. Johannes 1, 9 steht beispielsweise: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, dann ist Gott treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ Auch da wird es noch einmal gesagt: Seit Jesus in die Welt gekommen ist und dieses Opfer gebracht hat, haben wir die ewige Verheißung, dass wir gerecht sind. Christus ist gekommen und die Gerechtigkeit bekommen wir dadurch, dass wir an ihn glauben, unsere Sünden bekennen und dadurch komplett gereinigt werden von allem, was irgendwie schief gelaufen ist, von aller Ungerechtigkeit. Wir könnten sonst nicht vor Gott stehen. Durch Christus können wir in die lebensspendende Gemeinschaft, die Gott auf uns ausgießt, hineinkommen.

In dem Moment, wo wir dann vor Gott gerecht sind – gerecht gesprochen worden sind durch den Glauben - , da können wir dann auch in den Beziehungen untereinander eine Gerechtigkeit walten lassen, von der ich am Anfang erzählt habe, - dass wir auch untereinander darauf achten, dass es einen Ausgleich gibt, wo Ungerechtigkeit ist; dass wir untereinander auch eine Gerechtigkeit leben. Aber ich allein von mir aus würde das nicht machen. Ich allein würde auch immer Leute anlügen und da mal jemanden betrügen, meine Frau ständig anpflaumen oder was weiß ich. Jetzt, in der Vorbereitung für die Predigt bin ich zum Beispiel auch ein bisschen nervös, weil es eben eine größere Sache ist, die da bevorsteht. Und prompt handle ich da ungerecht ihr gegenüber. Aber das Angebot Gottes steht weiterhin da. Er sagt: wenn ihr eure Sünden bekennt, wird es euch vergeben. Und es ist weg. Wir werden gereinigt von aller Ungerechtigkeit. Dieses Angebot, dass Gott uns macht, kann ich eben jederzeit ergreifen. Dann kann ich in die Gerechtigkeit reinkommen. Von mir aus kann ich das nicht.

Mit Gott kann ich zum Beispiel etwas leben, was vorhin in Jesaja bereits gesagt wurde. Ich meine, die Bibel ist ja so ein Buch, schon vor einer Menge von Jahren geschrieben worden. Jesaja zum Beispiel ist vor 2500 Jahren geschrieben worden. Und jetzt leben wir ja heute. Eigentlich wäre das ja ganz schön komisch, wenn das, was da drin steht, etwas mit mir zu tun hat – wenn es sich tatsächlich auf das bezieht, wie ich so handle. Deswegen, wenn ich jetzt in Jesaja 58,9 lese, dass Gott sagt: „Beseitigt jede Art von Unterdrückung“, dann denke ich mir: „Ich habe keine Sklaven zu Hause. Wir unterdrücken da jetzt niemanden. Ich weiß nicht, ob mich das so betrifft.“ Oder na gut, der Vers geht weiter mit: „Hört auf, verächtlich mit dem Finger auf andere zu zeigen. Macht Schluss mit aller Verleumdung.“ Uups. – Vielleicht kann das ja doch mal gelegentlich vorkommen, dass ich mit dem Finger auf andere zeige oder schlecht über andere rede. Oder zum Beispiel, wenn es in einer Gruppe von Christen, in einer Gemeinschaft von Leuten Meinungsverschiedenheiten gibt… - es gibt Streit und so; es ist schwierig, wieder zusammen zu kommen -, da passiert es mir schon mal, dass ich dann anfange, schlecht über andere zu reden. Gott sagt: Hört auf damit. Das ist nicht richtig. Das ist ungerecht. Tut Buße und reagiert anders, weil ich die Gerechtigkeit an euch verschenke. Weil ich die lebensspendende Gemeinschaft für euch hier anbiete.

Gottes Gerechtigkeit ist sein lebensgebendes Handeln. Seine Gerechtigkeit können wir niemals aus eigener Kraft erreichen. Aber durch Christus sind wir im Glauben gerecht.

Amen

 

  
 
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