logo der vineyard




 

Predigt vom Sonntag, 29.02.2004
Kristian Reschke zum Thema: 

Gott hat es getan!

 

Wir befinden uns in einer Serie über das Buch Nehemia. Ich vermute mal, dass einige von euch die Kapitel, die heute dran kommen sollen, im Voraus gelesen haben. Und zwar handelt es sich um Kapitel 6 und 7. Ich möchte nicht so megadoll auf den Text eingehen, weil ich in der Vorbereitung festgestellt habe, dass ich viel zu sagen habe von dem, was mich auf dem Herzen drückt. Aber eigentlich spricht nur ein Satz aus diesen zwei Kapiteln zu mir.

Ich will euch die Kapitel trotzdem kurz zusammenfassen, um euch den Verlauf ein bisschen verständlich zu machen. Nehemia ist nach Jerusalem zurückgekehrt und hat angefangen, die Stadtmauer von Jerusalem aufzubauen. Sie ist fertig geworden, aber die Tore sind noch nicht eingesetzt. Jede gute Stadtmauer brauch Tore, sonst kann man nicht rein oder raus, und die armen Leute verhungern – oder kriegen nie Besuch. Wie es schon öfter beim Bau der Mauer passierte, wollen die Feinde Nehemias ihn von der Arbeit abhalten. Sie versuchen, ihn von der Baustelle wegzulocken, verbreiten Gerüchte über ihn, versuchen, ihm Sünde zu tun. Aber Nehemia zieht durch. Er lässt sich nicht klein kriegen oder ablenken, sondern setzt die Tore ein. Jetzt ist die Stadtmauer fertig. Yes!

Da lesen wir in Nehemia 6, Vers 16: Es geschah, dass unsere Feinde hörten, dass die Mauer fertig war und sie fürchteten sich alle. Sie erkannten, dass dieses Werk von unserem Gott aus geschehen war.

Warum fürchteten sich die Feinde auf einmal? Nicht weil die blöde Mauer fertig war. Das war denen vielleicht relativ egal. Das war keine Bedrohung für sie. Aber sie haben erkannt: das war in diesem Zeitraum und mit dieser kleinen Anzahl an Leuten nur möglich gewesen, wenn Gott es selber getan hat. Und das war erschreckend für sie. Wer könnte gegen so einen Gott etwas ausrichten? Wer könnte gegen so ein Volk etwas ausrichten, das so einen mächtigen Gott mit sich hat?

Ich denke, dass es darum in deinem und meinem Leben geht: dass Gott die Dinge tut und nicht wir selber. Und nicht jemand anders. Sondern das Gott in unserem Leben aktiv ist. So sind wir ja auch als allererstes zu ihm gekommen. Der allererste Schritt, der zwischen Gott und dir passiert ist, war ein Schritt Gottes auf dich zu. Du hast empfangen von ihm. Du hast ihn durch sein Eingreifen kennen gelernt. Das Komische ist, dass oft in dem Augenblick, wo wir Gott kennen gelernt haben, unsere erste Frage als Christen ist: Was kann ich jetzt tun für dich? Ich will es dir, Gott, zurückzahlen. Natürlich weiß ich, dass es durch die Gnade passiert, und dass ich es nicht wirklich zurückzahlen kann. Aber ich will dir zeigen, dass ich gut bin. Ich will dir meine Dankbarkeit zeigen. Ich will es ausdrücken. Und da fängt meistens der Schlamassel für uns Christen an. Wir hören nämlich auf zu empfangen, von Gott neues Leben zu empfangen.

Beim Christsein geht es – glaube ich - nicht darum, was wir für Gott tun können, sondern was er für uns tun kann. Und zwar nicht nur einmal, als wir errettet wurden, sondern immer wieder. Verstehst du? Ich weiß, theologisch ist es vielleicht nicht ganz richtig, aber oft kommt es mir so vor, dass ich jeden Tag neu errettet werden muss. Weil ich mich einfach jeden Tag neu für Gott und gegen meine selbstsüchtigen Wünsche entscheiden muss. Jeden Tag! Es gibt tausende von Situationen, auch in deinem Leben, wo du herausgefordert bist und denkst: Was soll ich tun? Hier ist die Verlockung und hier zieht mich mein Fleisch hin, aber ich weiß, hier ist der Herr. Was soll ich tun? Ich denke oft in solchen Situationen, ich muss neu errettet werden. Ich muss mich neu zu Christus hinretten lassen.

Christsein und unsere Jesus-Beziehung fangen mit Empfangen an. Wir fangen oft im Laufe unserer Gottesbeziehung an, diese Beziehung durch Geben zu definieren. Bist du ein erfolgreicher Christ? Wie viele Leute haben sich dieses Jahr durch dich bekehrt? Oder diese Woche? Wie oft hast du diese Woche Zeugnis gegeben für den Herrn Christus? Hat sein Blut dich ganz rein gemacht? – Wir fangen an, unsere Gottesbeziehung über das Geben zu definieren. Was haben wir für Gott getan? Ich sage es dir ganz klar deutsch: Du hast nichts für Gott getan! Nichts! Und du wirst nie etwas für ihn tun können. Nichts. Du kannst nichts für ihn tun, denn er ist Gott. Aber er kann alles für dich tun. Und er will alles für dich und mich tun. Das ist die gute Nachricht.

Alles, was wir in unserem Leben als Christen haben, haben wir empfangen. Alles. Du hast deine Errettung empfangen. Römer 8,15: Ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch fürchten müsst, sondern einen Geist der Kindschaft habt ihr empfangen, indem ihr ruft „Papa“ und Gott euren Papa nennt. Ihr habt diesen Geist empfangen – zack – von Gott. Du hast deine Errettung empfangen. Was hast du noch empfangen? Epheser 2, Vers 10: Wir sind sein Werk, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir sie tun sollen. Was bedeutet das? All die guten Dinge, die du in diesem Leben je tun kannst, hat Gott vorher bereitet, damit du sie tun kannst.

Für mich bedeutet das zum Beispiel: Ich schreibe ab und zu Lieder. Jedes gute Lied, das ich geschrieben habe, habe ich gar nicht geschrieben, sondern Gott durch mich. Scheiße! Und ich dachte, ich wäre so ein guter Songwriter. Jedes Wort, das ich spreche und das tatsächlich bei dir ankommt und nicht nur bei deinen Ohren, sondern in deinem Herzen, das hat Gott zu dir gesprochen. Er hat es bereitet und ich spreche es jetzt aus und es trifft – hoffentlich – in dein Herz und segnet dich.

Und so auch bei allen anderen Dingen. Wenn du mit jemandem ein schönes Gespräch über Jesus hattest, - vielleicht hat sich letzte Woche jemand bekehrt, vielleicht wurde jemand gesund, vielleicht hast du etwas Tolles erlebt – war es ein Werk, das er vorher bereitet hat.

Wir müssen empfangen. Wir empfangen die Kindschaft Gottes. Wir empfangen die guten Dinge, die wir in diesem Leben tun sollen. Und letztendlich empfangen wir den Himmel. Wir empfangen den Himmel. Das ist auch nichts, wo wir sagen: Jetzt nehme ich mir den Platz im Himmel. Nein, er kommt auf den Wolken und sagt komm! Du hast die Kindschaft empfangen. Jetzt hast du die guten Werke empfangen. Und du hast die meisten davon relativ paddelig getan, aber jetzt nehme ich dich mit. Empfange!

Ich finde es gut. „Und sie erkannten, dass dieses Werk von unserem Gott aus geschehen war.“ Das ist doch wirklich das, was wir auch wollen: dass die Menschen, die uns tagtäglich sehen, Gott in uns sehen und eben nicht sagen: „Das sind tolle Menschen, diese Christen. Die sind so kräftig, die ziehen durch. Oh, auf die bin ich richtig neidisch.“ Ich möchte nicht, dass jemand denkt, ich bin toll! Ich möchte, dass die Leute denken, Gott ist toll. Versteht ihr? Das, was ich tue, wenn ich vielleicht einen Kranken im Namen Jesu heile, kann jeder, der den Heiligen Geist hat. Gott ist der, der die Dinge vollbringt.

Ich denke, wenn wir Probleme in unserem Christenleben haben oder in Probleme kommen, dann ist oft der Grund, dass wir aufgehört haben zu empfangen. Das geht ganz schnell, dass wir aufhören zu empfangen. Es gibt mehrere Bilder, die die Bibel dafür benutzt. Zum Beispiel gibt es das Bild der Quelle. Johannes 4,14: „Wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, dem wird nicht dürsten in Ewigkeit, sondern das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zu einer Quelle werden.“ Johannes 7,38: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ Es ist also Gottes Ziel, dass wir trinken, und in uns eine Quelle entsteht, überquillt und in die Welt fließt, hin zu anderen. Sein Ziel ist, dass Gottes Segen durch uns, - dadurch, dass wir trinken und es wieder raus tun – in die Welt gelangt. Wer von mir trinkt, wird selber zur Quelle und kann selber geben. Warum fällt es mir so schwer zu geben? Kann es sein, dass ich aufgehört habe zu trinken? Ich glaube, die Zeiten, wo ich am meisten gebe, sind die Zeiten, wo ich am meisten trinke und von Gott empfange. Kann das sein? Die Zeiten, wo du mit Gott am intensivsten bist, wo du seine Liebe aufsaugst, sind die Zeiten, wo du an dem Penner vorbei gehst, oder an dem, der traurig ist und ein nettes Wort sagst und irgendetwas fragst. Wo du deinen schlecht gelaunten Kollegen Liebe gibst und nicht ebenfalls ein blödes Wort. In Zeiten, wo du empfängst, kannst du geben. Wo du aufgehört hast zu empfangen, bist du wie jeder andere. Wie jeder andere, den Gott auch liebt.

Das andere Bild, das ich sehr schön finde, ist das Bild vom Weinstock. Christen, die aufhören zu empfangen, sind wie die Rebe am Weinstock, die keine Frucht mehr bringt. Johannes 15: „Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner. Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, nimmt er weg und jede Rebe die Frucht bringt, reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe.“ Hast du schon einmal in deinem Leben Frucht für Jesus gebracht? Einige von euch sind hier, die würden sagen, sie haben Frucht gebracht. Wahrscheinlich haben alle, die Jesus kennen, auch schon einmal Frucht gebracht. Da bin ich ganz sicher. Jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Es scheint, dass wir hier zwischen zwei Sachen entscheiden können: einmal nämlich, keine Frucht zu bringen, und abgeschnitten zu werden. Und einmal, Frucht zu bringen und gereinigt zu werden (was vielleicht manchmal fast genauso schlimm ist wie abgeschnitten). Aber wir bringen dann mehr Frucht. Vers 4: „Bleibt in mir, (sagt Jesus)HHHHHHHHHHHHHHHHHHH, wie ich in euch. Wie die Rebe nicht von sich selber Frucht bringen kann, es sei denn, sie bleibt am Weinstock, so bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt, und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ Getrennt von Jesus können wir nichts tun!

Wenn du eine Rebe nimmst, - oder den Ficus, der hinter mir steht (das kann man sich viel besser vorstellen) – und du nimmst einen Ast und schneidest ihn ab, dann kannst du innerhalb weniger Stunden sehen, wie die Blätter welk werden. Nach ein paar Tagen ist er relativ trocken und nach zwei, drei Wochen ist es gutes Brennholz. Genauso sind wir Christen, wenn wir anfangen, Sachen getrennt von Jesus zu machen. Wir vertrocknen. Und wir sind nicht mehr schön anzusehen. Ohne ihn können wir nichts tun.

Manchmal, wenn ich diesen Text lese, frage ich mich: „Mensch, so heiß ist mein Christenleben auch nicht. So megaviel geht da nicht. Ich scheine nicht besonders nah an Gott zu sein.“ Und ich frage dann: „Gott, wo kann ich mehr von dir empfangen?“ Denn ich möchte das Leben des Weinstocks in mir haben. Ich möchte, dass ich von Christus trinke, und dabei selber satt werde und es überfließt. Deswegen habe ich ja zu Jesus „Ja“ gesagt. Das ist der Grund, warum ich überhaupt mitmache. Und wenn das nicht klappt, ist es nicht cool. Dann bringt es keinen Spaß! Ich möchte selber satt werden und ich möchte, dass es fließt. Deswegen frage ich mich oft: „Wie steht es um meine Verbindung mit Christus?“

Wenn Jesus hier sagt: „Wenn ihr in mir bleibt, dann bleibe ich in euch“, frage ich mich, was dieses „in ihm bleiben“ bei mir auslöst. Was bedeutet das für dich, wenn Jesus sagt: „Bleib in mir.“ Denkt ihr dann nicht auch zuerst an Bibellesen, Gebet, Gemeinde, Werke tun (ah ja, oder nee… Doch!), Gnade empfangen.

Ich glaube tatsächlich, wenn Jesus sagt: „Bleibt in mir“, dann sagt er: „Bleibt empfangsbereit. Bleibt auf Empfang.“ Das ist, glaube ich, alles, was er sagt. Und was Gott dann schenkt, das saugen wir auf und nehmen wird. Das ist dann gut für uns.

Wir Menschen haben ein enormes Stolz-Problem. Für Gott bedeuten wir alles. Es gibt für ihn nichts Tolleres als uns. Wir sind seine geliebten Kinder. Er hat alles gegeben, um mit uns Gemeinschaft zu haben. Aber für uns soll eben Gott alles bedeuten, und nicht unser Leben. Es geht in diesem Leben nicht um dich. Du hast „Ja“ zu Jesus gesagt. Du bist ja gestorben mit deinen Wünschen, mit dem, was du möchtest. Es geht wirklich darum, dass du Jesus erlaubst, durch dich zu leben, jede Minute, jede Sekunde am besten. Immer am besten. Und unsere Tendenz ist, einfach zu sagen: Moment, wo bleibe ich da? Nirgendwo! Nein.

Das Komische ist, dass gerade in dem Moment, wo ich mich verleugne und Jesus nachfolge, mein Leben am allergeilsten ist und ich die meiste Freude habe. Wo es mir einfach gut geht. Wo einfach tolle Dinge passieren. Ich sehe, wie ich Befreiung erfahre, wie andere durch mich hindurch Befreiung erfahren. Das ist das Irre beim Evangelium. Wenn wir alles weggeben, empfangen wir alles. Wenn wir ein bisschen weggeben, empfangen wir ein bisschen. Gottes Liebe ist für uns da, egal, wie wir leben. Das glaube ich. Aber wenn ich Gott viel gebe, gibt Gott mir auch viel. Das sind Prinzipien im Reich Gottes.

So müssen wir aufpassen, dass uns unser Stolz nicht im Weg steht, wenn es ums Empfangen geht. Eine andere Vorsichtsmaßnahme, die wir ergreifen müssen, ist, dass wir Sachen, die uns Gott schenkt, nicht zu hoch halten. Dass wir uns nicht zu sehr an einzelnen Sachen freuen und die konservieren wollen. „Das war so ein toller Gottesdienst. Solche wollen wir noch mehr machen.“ „Diese Veranstaltung war so gesegnet. Davon wollen wir noch ganz viele machen.“ Und Gott sagt: „Hey, ich habe es gesegnet, ja. Aber ich habe noch ganz andere Sachen für dich.“ – „Nein, Gott. Das war so gesegnet. So machen wir es ab jetzt.“ „Dieses Gemeindemodell ist so enorm gesegnet. So machen wir’s.“ Wir vergessen darüber vielleicht ganz, was Gott für uns hat. Oder: „So, wie diese Person lebt, so möchte ich leben. Die erfährt so viel Segen. Diese 6:30-Morgens-Gebete, die sind’s! So mache ich es jetzt auch.“ Und Gott sagt: „Hey, vielleicht habe ich etwas ganz anderes für dich.“

Das Gute ist: sobald wir so eine christliche Konservendose aufmachen, brauchen wir Gott nicht mehr so doll. Versteht ihr? Wenn wir ein gutes Team haben, das diesen Gottesdienst organisiert, wenn alles läuft und der Sound fett ist, und der Prediger sich besser vorbereitet als ich, dann sagen wir: „Yeah, die Gemeinde rockt so richtig! Auch wenn Gott mal nicht so da ist, haben wir eine gute Zeit.“ Das ist wirklich ein Sargnagel, den wir reinhauen. Und ein weiterer und ein weiterer und ein weiterer. Darum geht es nicht. Darum darf es nicht gehen. Darum darf es nie gehen. Das braucht diese Welt nicht und das brauchen wir nicht. Du bist doch eingestiegen wegen dem Leben und wegen dem Gott, der jeden Tag neu ist, dessen Gnade jeden Tag neu ist. Deswegen bist du doch eingestiegen. Nicht wegen einer neuen Religion, die jemand gegründet hat, einen neuen, coolen Club, wo man Mitglied werden kann. Nein, der lebendige Jesus. Wir müssen lernen, im Empfangen zu leben, jeden Tag. Wir müssen lernen, dass es bei uns nicht darum geht, dass wir wie Nehemia bauen, sondern dass es in unserem Leben darum geht, dass Gott an uns baut. Wir bauen nicht. Wenn wir anfangen zu bauen, passiert großes Unglück. Aber wenn wir Gott an uns bauen lassen, dann läuft es.

Ich finde dieses Bild von einem wirklich gesunden Baum so toll. Ein gesunder Obstbaum bringt seine Frucht zur Zeit. Im Sommer oder im Herbst. Ein Baum, der gesund ist, bringt gesunde Früchte. So auch du und ich. Wenn wir unsere Wurzeln in Christus graben, und jeden Tag fleißig trinken, dann werden wir dieser gesunde Baum sein, der gesunde Früchte bringt. Wo du und ich aufhören zu trinken, bringen wir keine Frucht und unser Leben wird langweilig. Wir werden wahrscheinlich irgendwann von Jesus weggehen oder völlig religiös werden. Ich wünsche mir, dass die Menschen diese Gemeinde sehen und dein und mein Leben sehen, und sagen: Das hat Gott getan. Da ist Gott. Und nicht: Das sind tolle Menschen, die haben Manieren und so…

Ich möchte, dass die Menschen Gott sehen. Wie sie über Nehemias Werk gesagt haben: „Gott hat es getan“, wünsche ich mir, dass sie von uns sagen: „Gott hat es getan.“ Das sind nur Idioten. Das können sie nicht gewesen sein. Gerne! Wenn Gott hochgehalten wird, bin ich gern ein Idiot. Darum geht es doch auch.

Von Christus empfangen. Wahnsinn. Es ist so schön! Wann hast du das letzte Mal richtig empfangen? Einfach zu spüren, dass das, was uns zuerst zu ihm gezogen hat, auf einmal kommt und da ist. Und wir denken: „Ich möchte mich noch mal bekehren. Bitte, darf ich?“ – „Du darfst!“ – „Ja! Nimm mein Leben.“

Ich habe keine ausreichenden Worte dafür. Aber in den letzten zwei Wochen habe ich eine solche Erfahrung gemacht, dass ich dachte: „Gott, es ist schön mit dir. Einfach schön. Gib mir mehr!“

Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind. Ich glaube, das ist eine gute Empfänger-Gemeinde. Deswegen predige ich das auch, um darauf aufmerksam zu machen. Ich glaube, das ist eine Stärke von uns. Ich predige nicht, um euch zu sagen: „Ihr müsst empfangen, `pfangen, `pfangen…“, sondern ich glaube, ich mache eher eine Beschreibung. Die meisten von uns haben eine ganz gute Zeit damit zu empfangen. Manchmal mache ich in der Worshipzeit meine Augen auf und sehe, wie ihr am Empfangen seid. Dann denke ich: „Ja! Ich auch!“ Ich will uns sagen: Lasst uns weitermachen. Lasst uns weiter empfangen. Auch wenn diese Gemeinde vielleicht eines Tages größer wird, und mehr Leute kommen und es vielleicht sogar noch mehr Arbeit gibt: Lasst uns nie aufhören zu empfangen. Lasst uns nie aufhören zu trinken. Denn wenn wir aufhören zu trinken, sind wir keine Quelle mehr in dieser Welt.

Amen.

 

  
 
Startseite Wir über uns Hauskreise Predigtarchiv ge-m@il.de Termine Links